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150. Geburtstag von Franz Kaupp

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Franz Kaupp (1866–1945)

„Eine der wichtigsten Lehrautoritäten der ‚Christlichen Versammlung‘ in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Württemberger Franz Kaupp“ – dieser Einschätzung Volker Jordans1 wird man sicherlich zustimmen können. Kaupp, dessen Geburtstag sich heute zum 150. Mal jährt, stammte wie der gleichaltrige Otto Schröder aus einfachen Verhältnissen und hatte keine Möglichkeit, eine höhere Schule zu besuchen, eignete sich aber im Selbststudium so umfassende Kenntnisse der Bibel einschließlich ihrer Grundsprachen an, dass seinem Urteil in Auslegungsfragen größtes Gewicht beigemessen wurde2 – und das nicht nur in „geschlossenen“, sondern auch in „offenen“ Kreisen.

Tatsächlich erschienen die meisten schriftlichen Fragenbeantwortungen Kaupps nicht im Botschafter des Heils in Christo (das Christian Writings Archive verzeichnet hier nur wenige Artikel aus den Jahren 1934–37), sondern in den Handreichungen aus dem Worte Gottes, der bedeutendsten Zeitschrift der deutschen Offenen Brüder. Eine heimliche Sympathie für den „offenen“ Standpunkt kann daraus sicher nicht abgeleitet werden, wohl aber doch die Bereitschaft, über den „exklusiven“ Tellerrand hinauszublicken und mit (etwas) anders denkenden Christen zusammenzuarbeiten.

Kaupps gesammelte Fragenbeantwortungen wurden 1968 vom Ernst-Paulus-Verlag in Buchform veröffentlicht (²1972), eingeleitet durch ein kurzes Lebensbild, das Arend Remmers über weite Strecken wörtlich in sein Buch Gedenket eurer Führer (1983, ²1990) übernahm. Es bildet auch die Grundlage für Volker Jordans Kapitel über Kaupp, das ab heute als separate Datei auf bruederbewegung.de zur Verfügung steht.

Einige Artikel und Fragenbeantwortungen Kaupps sind auch einzeln online zugänglich:

 


150. Todestag von William Trotter

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William Trotter

William Trotter ist der Nachwelt vor allem als Verfasser der Schrift The Whole Case of Plymouth and Bethesda in Erinnerung geblieben, einer wichtigen, wenn auch etwas einseitigen zeitgenössischen Darstellung der Vorgänge, die 1848 zur Trennung zwischen Geschlossenen und Offenen Brüdern führten (die heute erhältliche Ausgabe trägt den Titel The Origin of (so-called) Open-Brethrenism; eine stark bearbeitete deutsche Übersetzung erschien – wahrscheinlich in den späten 1930er Jahren – beim Raven-Verlag Rückbrodt in Leipzig). Weniger bekannt ist, dass Trotter auch zwei umfangreiche Bände über Prophetie (die fast 500-seitigen Plain Papers on Prophetic and Other Subjects [PDF] und die knapp 200-seitigen Eight Lectures on Prophecy) sowie einige kleinere Schriften hinterließ.1

Geboren wahrscheinlich 1818 in Yorkshire,2 kam Trotter mit 12 Jahren zum Glauben und begann bereits zwei Jahre später zu predigen. Mit 19 Jahren wurde er zum Prediger der Methodist New Connexion berufen. Zweifel an der Berechtigung des geistlichen Standes und eine Meinungsverschiedenheit mit der Kirchenleitung über die finanzielle Versorgung der Prediger und ihrer Witwen führten jedoch 1841 dazu, dass er sein Amt niederlegen musste;3 spätestens 1844 gehörte er der jungen Brüdergemeinde in Otley an. Er wurde ein treuer Freund und Gefolgsmann des 18 Jahre älteren John Nelson Darby, von dem er folgenden bekannt gewordenen Ausspruch überlieferte:

The secret of peace within and power without is to be occupied with good – ever and always to be occupied with good.4

William Trotter wurde nur 47 Jahre alt. Er starb heute vor 150 Jahren in Falsgrave bei Scarborough (North Yorkshire).5 Neatby schreibt über ihn:

William Trotter of York, an ex-Methodist minister, is more highly spoken of by every one that knew him than almost any other Plymouth Brother; and his untimely death, while he was yet under fifty, was felt to be a heavy loss of the kind that Christians can least afford.6

Online zugängliche Kurzbiografien Trotters stammen von Henry Pickering, John Bjorlie  und Gordon A. Rainbow.