Schlagwort-Archiv: David A. Smith

Neuerscheinungen zur Brüderbewegung 2025

Auch am Ende dieses Jahres möchte ich wieder die in den letzten zwölf Monaten erschienenen Veröffentlichungen zur Brüderbewegung übersichtlich zusammenstellen und kurz kommentieren bzw. einordnen.

In die Bibliografie von 2024 habe ich inzwischen noch einige Nachträge aufgenommen:

  • Bücher von Bailey, Butters, Daick/Rogers, Summerton und Wertheimer
  • Aufsätze von Liese und Miller/Montgomery/O’Hara
  • Hochschulschrift von Kanchan

BÜCHER


Tim Grass: Brethren. A Brief Introduction. Studies in Brethren History, Subsidia. Glasgow (Brethren Archivists and Historians Network) 2025. xxi, 199 Seiten. ISBN 978-1-73912-836-4.

Einführung in Geschichte und Praxis der Brüderbewegung. Der Schwerpunkt liegt auf Großbritannien und auf den Offenen Brüdern, aber der Blick richtet sich auch darüber hinaus. Im „Praxis“-Teil wird das Denken der „Brüder“ über Bibel, Evangelium, Kirche, Staat und ihre eigene Identität behandelt.


Tim Grass / T[homas] J[ohn] Marinello (Hrsg.): Brethren and the Last Things. Studies in Brethren History. Glasgow (Brethren Archivists and Historians Network) 2025. xiv, 242 Seiten. ISBN 978-1-73912-835-7.

Der Band enthält die Vorträge der 11. BAHN-Konferenz von 2023:

  • Andrew Crome: „Continuities or Changes? The Background to Early Nineteenth-Century British and Irish Eschatology“ (S. 5–22)
  • Timothy C. F. Stunt: „Early Brethren Tensions: Theoretical Diversity versus Dogmatic Reality“ (S. 23–34)
  • David J. MacLeod: „Brethren and the Millennium, 1: The Nineteenth Century“ (S. 35–62)
  • Jeff King: „J. N. Darby and the Function of Systems in his Thought“ (S. 63–71)
  • Mark R. Stevenson: „So Heavenly Minded, no Earthly Good? The Eschatological Spirituality of the Brethren“ (S. 73–95)
  • Neil Summerton: „Eschatological Dissent and Dissension among the Open Brethren to 1900“ (S. 97–129)
  • Tim Grass: „First and Last Things: Creation, Eschatology, and the Environment in Brethren Thinking“ (S. 133–149)
  • Roger N. Holden: „F. E. Raven, James Taylor Senior, and Eternal Life“ (S. 151–178)
  • John Barber: „Coleman Street Chapel and the Last Things (1966–77)“ (S. 179–188)
  • Mark S. Sweetnam: „The Rapture in Contemporary Brethren Thought“ (S. 189–201)
  • David J. MacLeod: „Brethren and the Millennium, 2: A Survey of Contemporary Thinking“ (S. 203–231)
  • Amy J. Frykholm: „Fiction, Last Things, and the Formation of Apocalyptic Imagination“ (S. 233–242)

Tim Grass / T[homas] J[ohn] Marinello (Hrsg.): The Open Brethren: A Global Movement. Studies in Brethren History. E-Book. Glasgow (Brethren Archivists and Historians Network) 2025. 441 Seiten. ISBN 978-1-73912-838-8.

Die Vorträge der 10. BAHN-Konferenz von 2022 wurden nur digital veröffentlicht (ergänzt um einige weitere Artikel) und können entweder im Format FlipHTML online gelesen oder als PDF heruntergeladen werden:

  • Neil Summerton: „The Brethren: A short Global History“ (S. 12–35)
  • Keziah Cracknell: „How did the Missionary Echo / Echoes of Service establish itself as the Dominant UK Brethren Mission Organization?“ (S. 36–46)
  • Peter Lineham: „Writing Brethren History“ (S. 47–65)
  • Timothy C. F. Stunt: „The First Two Decades“ (S. 66–93)
  • Sylvain Aharonian: „The Open Brethren Movement in France“ (S. 94–115)
  • Dániel Kovács: „The Hungarian Brethren Movement: History, Nature, and Outlook“ (S. 116–141)
  • Enris Nase: „A brief Account of Brethren Assemblies in Albania (and a Note on Kosovo)“ (S. 142–162)
  • Tórður Jóansson: „The Brethren in the Faeroes: Some Contexts for Growth“ (S. 163–184)
  • Mark R. Stevenson: „The Origins of the Brethren in North America“ (S. 185–203)
  • Eric S. Price: „The Contribution of Black Plymouth Brethren to the Development of African American Evangelicalism in the United States“ (S. 204–223)
  • Richard E. Strout: „The Evangelization of French Canadians and the Establishment of New Testament Assemblies in Canada’s Province of Quebec“ (S. 224–239)
  • Joel A. Hernandez: „Brethren Beginnings in Mexico“ (S. 240–251)
  • Gabriel Hyacinth: „A History of the Christian Brethren Assemblies of Trinidad and Tobago“ (S. 252–271)
  • Sam K. John: „Brethren in India“ (S. 272–306)
  • Vijaya Raju Bandela: „The Brethren Movement in Andhra“ (S. 307–337)
  • Sam K. John: „A Quest for Radical Reformation: The Emergence of the Kerala Brethren at the Dawn of the Twentieth Century“ (S. 338–373)
  • Jean DeBernardi: „The Brethren Movement in Southeast Asia and China“ (S. 374–384)
  • Suit Chee Tong: „A History of Brethren Churches in Singapore“ (S. 385–413)
  • Ronaldo Magpayo: „The Brethren in the Philippines: A Post-Missionary Perspective“ (S. 414–425)
  • Ossie Fountain: „A brief History of the Christian Brethren in Papua New Guinea“ (S. 426–441)

Weitere Bände mit Aufsätzen zur nationalen oder regionalen Brüdergeschichte sollen folgen.


Daniel R(obert) Krause: Truth and Fear. Breaking Free from Religious Fundamentalism. Ohne Ort (Selbstverlag/Amazon) 2025. 196 Seiten. ISBN 979-8-9924219-0-3.

Autobiografie. Der Autor wuchs in den 1960er und 1970er Jahren unter den Tunbridge-Wells-Brüdern im US-Bundesstaat New York auf.


Pedro L. Márquez: Alfredo Hockings. Un misionero inglés en Honduras. La vida y obra de un Pionero del Evangelio en Honduras. Choloma, Honduras (Buscadores de Historia en Honduras) 2025.

Biografie des Engländers Alfred Hockings (1885–1978), der von 1921 bis 1968 als Missionar der Offenen Brüder in Honduras arbeitete. Zum Buch gibt es eine eigene Website. Eine Vorabversion steht anderswo zum Download zur Verfügung.


Chris Nicolson: On the Rolling Tide. The story of the Shetland Brethren. Bridge End, Shetland (Selbstverlag) 2025. xxvi, 116 Seiten. ISBN 978-1-0369-1293-2.

Geschichte der Offenen Brüder auf den zu Schottland gehörenden Shetlandinseln.


Stafford Ray: Escaping from God through Oklahoma. Satan, the Exclusive Brethren and Surviving Excommunication. Ohne Ort? (Selbstverlag/Amazon) 2025. 388 Seiten. 978-1-7638888-9-0.

Autobiografie eines australischen Raven-Taylor-Aussteigers.


Roger Shuff Yatol (Hrsg.): Seriously Romantic. The Journal of William Collingwood RWS. Volumes I–III: 1819–1881. Transcribed and edited with contextual notes. Carlisle (Selbstverlag/Amazon) 2025. v, 546 Seiten. ISBN 979-8-39615473-5.

Roger Shuff Yatol (Hrsg.): Faithful Artistry. The Journal of William Collingwood RWS. Volumes IV–VI: 1881–1903. Transcribed and edited with contextual notes. Carlisle (Selbstverlag/Amazon) 2025. v, 569 Seiten. ISBN 979-8-31135124-9.

An den englischen Maler William Collingwood (1819–1903), der den Offenen Brüdern angehörte und einen kurzen Abriss ihrer Geschichte verfasste, habe ich anlässlich seines 200. Geburtstags 2019 hier im Blog schon einmal erinnert. Er hinterließ sechs Bände mit tagebuchartigen Aufzeichnungen über sein gesamtes Leben (den Zeitraum bis 1857 rekonstruierte er rückblickend), die sich bis heute in Familienbesitz befinden und hier erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Vorwort gibt Collingwood eine interessante Begründung dafür, warum sein Fokus mehr auf äußeren Ereignissen als auf seiner geistlichen Entwicklung liegt:

Erstens halte ich meine Gefühle im Allgemeinen nicht für aufzeichnungs- oder erinnerungswürdig. Gottes Handeln mit mir in seiner Vorsehung möchte ich stets in Erinnerung behalten – zu seiner Ehre. Aber meine Gefühle gehören mir allein. Ob gut oder schlecht, sie sind allesamt wertlos. Und ich möchte weder, dass mein Christsein darin besteht, noch dass sie im Gedächtnis bewahrt werden.

Zweitens lehne ich es entschieden ab, dass andere das Innenleben eines Menschen kennen, der doch mit Gott im Verborgenen wandeln sollte, oder dass sie sich daran messen – wie es allzu oft geschieht, wenn solche Tagebücher veröffentlicht werden. Ich denke, dass, was auch immer sich manche davon versprechen mögen, durch ihre Verbreitung sowohl den Lesern als auch dem Verfasser wahrscheinlich mehr Schaden zugefügt wird.

Collingwoods oft nur stichwortartige Eintragungen enthalten zahlreiche Hinweise auf Personen und Orte der Brüdergeschichte. Da seine Frau Marie Elisabeth Imhoff (1826–1873) aus der Schweiz stammte, nehmen auch Reisen dorthin breiten Raum ein. Die zweibändige Edition ist mit erläuternden Fußnoten und vielen Abbildungen von Collingwoods Gemälden versehen.


Sheila McGrath Silvernail: Gathered Together. History of the Assembly in Danbury/Brookfield, CT and Elsewhere. New Preston, CT (Selbstverlag) 2025. iv, 262 Seiten. Ohne ISBN.

Diese Lokalgeschichte einer Offenen Brüdergemeinde im US-Bundesstaat Connecticut steht als PDF zum Download zur Verfügung (43 MB); eine gedruckte Ausgabe ist online nicht zu ermitteln.


Núbia Siqueira: George Müller. An Example of Faith and Trust. E-Book. São Paulo (Unipro Editora) 2025. 143 Seiten. ISBN 978-65-5445-070-6.

Biografie. Laut Impressumseite, Google Books und Amazon 2025 erschienen, aber mit dem Copyright-Vermerk 2024. Auch auf Portugiesisch (vermutlich die Originalfassung), Spanisch und Französisch erhältlich.


David A[ndrew] Smith: The Brethren. A historical and theological review. 200th Anniversary Edition 1825–2025. Perth, Australien (Pandani Group) 2025. 64 Seiten. ISBN 978-0-646-71555-1.

Enthält Kapitel über Geschichte, Theologie, Praxis und Zukunft der (Offenen) Brüderbewegung. Eine frühere Version erschien offenbar im Jahr 2000, ist aber online nicht ermittelbar.


Andreas H. Tabert: Brethren Roots. The Triumph and the Tragedy of the Brethren Movement. Edmonton, Alberta (Selbstverlag/Amazon) 2025. 80 Seiten. ISBN 979-827667899-3.

Geschichtlicher Abriss sowohl der Geschlossenen als auch der Offenen Brüder mit Reflexionen zur aktuellen Situation.


W[illiam] G[eorge] Turner: John Nelson Darby – ein Lebensbild. Neustadt (Ernst Paulus) 2025. 76 Seiten. Ohne ISBN.

Die Originalausgabe dieser Biografie erschien 1926 beim „Kelly-Brüder“-Verlag C. A. Hammond in London (2. Auflage 1944) und wurde zwei Jahre später ins Deutsche übersetzt (Verlag von R. Müller-Kersting, Huttwil/Bern, Übersetzung und Vorwort von E. V. Tanner). Angesichts des Fortschritts der Darby-Forschung gerade in den letzten zehn Jahren (Akenson 2016 und 2018, Weremchuk 2021 und 2024, Gribben 2024) ist mir unbegreiflich, warum dieses hoffnungslos veraltete und überholte Buch nach fast einem Jahrhundert noch einmal neu auf den Markt gebracht wird. Längst überwunden geglaubte Irrtümer wie z.B. die Behauptung, Darbys Mutter sei verstorben, als er noch ein Kind war (bereits 1988 von Weremchuk widerlegt!), feiern hier „fröhliche Urständ“. Das Buch hat lediglich noch (forschungs)historischen Wert und kann keinesfalls als aktuelle, zuverlässige Biografie Darbys gelesen werden – was uninformierten Käufern jedoch verschwiegen wird.


AUFSÄTZE


John Bennett: „William Lincoln (1825–1888)“. In: Precious Seed 80 (2025), Heft 1, S. 28 (auch online).

Kurzes Lebensbild des Offenen Bruders William Lincoln, dessen Geburtstag sich am 29. Juni 2025 zum 200. Mal jährte (woran auch hier im Blog erinnert wurde).


Kate Brooks: „Blank, Light, Respectable, Useful: Nineteenth Century Orphan Bodies“. In: Childhood in the Past 18 (2025), S. 55–71 (auch online).

Analyse eines Fotos aus dem Archiv/Museum der Waisenhäuser Georg Müllers in Bristol.


Kate Brooks: „Uncomfortable secrets. Uncovering family history and other stories“. In: The Historian 165 (Spring 2025), S. 46–50.

Über Joseph Bolton Lowe (1853–1925), den Urgroßvater der Autorin, der in Georg Müllers Waisenhäusern aufwuchs.


Iva Ðakovic: „The Development and Activities of Christ’s Church of Brethren in Zagreb“. In: Kairos. Evangelical Journal of Theology 19 (2025), S. 219–261 (auch online).

Geschichte der 1946 gegründeten Brüdergemeinde in Zagreb, die ursprünglich „offen“ war, seit den 1970er Jahren aber anscheinend mit den deutschen „geschlossenen Brüdern“ in Gemeinschaft ist.


Neil Dickson: „Our Heritage: Plymouth Brethren Historiography“. In: The Gospel in the Past. Essays on the Historiography of the Evangelical Movement. Hrsg. von David W. Bebbington. Waco, TX (Baylor University Press) 2025. S. 167–195.

Über die Geschichtsschreibung der Brüderbewegung.


Joshua Fitzhugh: „Myrtlefield House. Resources to Deepen Faith in God and His Word“. In: Cornerstone 9 (2025), Heft 5, S. 10f., 14 (auch online).

Vorstellung des Verlags Myrtlefield House, der die Bücher von David Gooding (1925–2019) herausgibt.


Crawford Gribben: „Eschatology in Evangelical Historiography: Or, Whatever Happened to J. N. Darby?“ In: The Gospel in the Past. Essays on the Historiography of the Evangelical Movement. Hrsg. von David W. Bebbington. Waco, TX (Baylor University Press) 2025. S. 51–70.

Über die Rolle von Darbys Eschatologie in der evangelikalen Geschichtsschreibung.


Tiago Ferraz Heleodoro: „George Müller. Prática da fé na transformação da sociedade“. In: Pós-Escrito 10 (2025), Heft 2, S. 51–63 (auch online).

Übersetzung des Untertitels: „Glaubenspraxis in/bei der Transformation der Gesellschaft“. In portugiesischer Sprache.


Andrew R. Holmes: „Religious Revival and the Challenge of Evangelical Primitivism: Opposition to the Brethren and Lay Preachers in Ulster after the 1859 Revival“. In: Bulletin of the John Rylands Library 101 (2025), Heft 1, S. 61–82 (auch online).

Über den Widerstand gegen „Brüder“ und Laienprediger in Nordirland nach der Erweckungsbewegung von 1859, insbesondere durch die regional dominierende Presbyterian Church in Ireland.


Michael Kotsch: „Georg Müller (1805–1895 [sic]). Fünf Waisenhäuser und großes Vertrauen auf Gottes Versorgung“. In: ders.: Helden des Glaubens. 15 Kurzbiografien aus der Kirchengeschichte. Band IV. Dillenburg/Dübendorf (Christliche Verlagsgesellschaft / Missionswerk Mitternachtsruf) 2025. S. 204–243.

Recht umfangreiches Lebensbild Georg Müllers (1805–1898). Das falsche Todesjahr im Titel, das sich jetzt auch durch alle Bibliografien ziehen wird, wäre vermeidbar gewesen.


Hartmut Kretzer: „Rudolf Kretzer (1907–1975) als Sammler, Auswerter und Multiplikator von ‚Brüder‘-Literatur und -Archivalien“. In: Zeit & Schrift 28 (2025), Heft 3, S. 24–29 (auch online).

Lebensbild Rudolf Kretzers anlässlich seines 50. Todestags, verfasst von seinem Sohn Dr. Hartmut Kretzer, ehemaliger Leiter des Studienseminars Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien und Honorarprofessor für Schulpädagogik an der Universität Oldenburg.


Sanja Nilsson / Peter Åkerbäck: „En skola mot strömmen: De exklusiva brödernas skola i Sverige“. In: DIN. Tidsskrift for religion og kultur 1/2025, S. 33–52 (auch online).

Übersetzung des Titels: „Eine Schule gegen den Strom: Die Schule der Exklusiven Brüder in Schweden“. Es handelt sich bereits um mindestens die dritte Veröffentlichung der erstgenannten Autorin über die Raven-Taylor-Symington-Hales-Schule in Nyby. Die Darstellung scheint von Wohlwollen getragen zu sein.


D. Ravikumar: „The Brethren Movement at 200 (1825–2025). Ecclesiology, Eschatology, and Enduring Influence. A Reflection on Two Centuries of Biblical Simplicity and Global Impact“. In: The BBI Journal 2 (2025), Heft 2, S. 123–160 (auch online).

Der Titel dieser Veröffentlichung aus Indien ist an sich selbsterklärend. Über weite Strecken wirkt der Text allerdings wie von einer KI erstellt; Indizien dafür sind nicht nur diverse historische Fehler (z.B. Cronin sei Zahnarzt gewesen, Darby habe bereits die sieben Dispensationen Scofields gelehrt, die Trennung in Plymouth 1845 sei wegen Newtons Christologie erfolgt), sondern vor allem die zu Dutzenden eingestreuten listenartigen Aufzählungen sowie mehrere frei erfundene bzw. „halluzinierte“ Literaturangaben (z.B. die auf S. 157 genannten Bücher von Flegg und McDowell).


Simon Runkel: „Brøðrasamkomur auf den Färöer. Islandness, christliche Moral und Politik aus religionsgeographischer Perspektive“. In: Berichte Geographie und Landeskunde 98 (2025), S. 408–417.

Auf den zwischen Schottland und Island gelegenen Färöer-Inseln ist der Anteil der (Offenen) „Brüder“ an der Gesamtbevölkerung mit 15–16 % weltweit am höchsten. Der Aufsatz geht der Frage nach, „inwiefern die Entstehung, die soziale Stabilität und die gesellschaftspolitische Wirkmächtigkeit“ der färöischen Brüdergemeinden „auch auf die geographische Insellage der Gesellschaft zurückgeführt werden kann und welche Auswirkungen dies mit Blick auf die Trennung von ‚Politik‘ und ‚Religion‘ in der färöischen Gesellschaft hat“. Der Verfasser, dessen Wurzeln in der Geschlossenen Brüderbewegung liegen, ist seit 2019 Professor für Sozialgeographie an der Universität Jena. Warum er sich der im Deutschen üblichen Deklination des Wortes Färöer konsequent verweigert (vgl. bereits den Titel), wurde mir nicht ersichtlich.


Michael Schneider: „Conrad Ferdinand Meyer und die ‚Brüder‘“. In: Zeit & Schrift 28 (2025), Heft 4, S. 27–33 (auch online).

Der Schweizer Dichter Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) interessierte sich aufgrund zweier persönlicher Bekanntschaften um 1860 eine Weile für die „Brüder“ und setzte sich mit deren Ideen auseinander. Im Aufsatz wird vor allem die Geschichte dieser Freundschaften nachgezeichnet (vgl. auch den Blogeintrag zum 200. Geburtstag Meyers am 11. Oktober).


Gerrid Setzer: „William Kelly. Ein fähiger Bibelausleger“. In: Kraft und Gnade. Zehn Männer des Glaubens. Hrsg. von Gerrid Setzer. Hückeswagen (Christliche Schriftenverbreitung) 2025. S. 71–80.

Lebensbild des bekannten Geschlossenen Bruders William Kelly (1821–1906).


Steve Sherwin: „Henry William Soltau (1805–1875)“. In: Precious Seed 80 (2025), Heft 2, S. 14 (auch online).

Henry William Soltau, dessen Todestag sich am 1. Juli 2025 zum 150. Mal jährte, war der Enkel eines deutschen Einwanderers aus Bergedorf bei Hamburg. Durch eine Predigt Percy Francis Halls kam er 1837 in Plymouth zum Glauben und wurde gemeinsam mit Joseph Clulow einer der ersten Verleger der „Brüder“. 1847 trennte er sich von Benjamin Wills Newton, nach 1848 wählte er aber die Seite der Offenen Brüder. Er galt als Spezialist für die Typologie der Stiftshütte und der Opfer und schrieb mehrere Bücher darüber.


Stephen Sherwin: „‘Above the bright blue sky’. Albert Midlane 1825–1909“. In: Precious Seed 80 (2025), Heft 4, S. 12f. (auch online).

Albert Midlane ist im englischen Sprachraum als Liederdichter sehr bekannt. Von seinen über 800 Liedern scheint allerdings nur eines ins Deutsche übersetzt worden zu sein („Revive Thy work, o Lord“), und auch das nur in einer von Fanny Crosby überarbeiteten Version und mit großer übersetzerischer Freiheit („Beleb dein Werk, o Herr“; enthalten in über 20 deutschen Liederbüchern, darunter Glaubenslieder, Nr. 292). Midlane gehörte nacheinander den Baptisten, den Geschlossenen und den Offenen Brüdern an. Sein Geburtstag jährte sich am 23. Januar 2025 zum 200. Mal.


Jeremy Singer: „Saints’ CVs: Anthony Norris Groves“. In: Precious Seed 80 (2025), Heft 3, Beilage YPS (Young Precious Seed), S. [4] (auch online).

Kurzes Lebensbild des bekannten Brüderpioniers (1795–1853) für junge Leser.


Richard Strout: „ancestry.brethren“. In: Cornerstone 9 (2025), Heft 1, S. 2f. (auch online); Heft 2, S. 12f. (auch online); Heft 3, S. 14f. (auch online).

Dreiteilige Artikelserie. Teil 1 behandelt die Anfänge der Brüderbewegung in Großbritannien, insbesondere ihre Bibeltreue, Teil 2 die Geschichte bis zur Bethesda-Trennung und Teil 3 typische Merkmale wie Eschatologie, Missiologie und Hymnologie.


Ken Totton: „Brian Clatworthy 1947–2025“. In: Precious Seed 80 (2025), Heft 3, S. 15 (auch online).

Nachruf auf einen Mitherausgeber der Zeitschrift Precious Seed.


Ausgabe 21 (2025) der Brethren Historical Review konnte bis Jahresende noch nicht ausgeliefert werden und wird daher erst in der nächsten Bibliografie berücksichtigt.


Für Hinweise auf weitere, von mir übersehene Neuerscheinungen bin ich dankbar!

Neuerscheinungen zur Brüderbewegung 2019

Auch am Ende dieses Jahres möchte ich wieder die in den letzten zwölf Monaten erschienenen Veröffentlichungen zur Brüderbewegung übersichtlich zusammenstellen und kurz kommentieren bzw. einordnen. (In die Bibliografie von 2018 habe ich inzwischen noch mehrere Nachträge aufgenommen; siehe die Bücher von Cargill & Brown, Costen, Dickson & Marinello, Herriot und Mutton sowie den Aufsatz von Dennison.)


BÜCHER


Fred[erick] Stanley Arnot: Missionary Travels in Central Africa. Newtownards, Nordirland (Crimond House Publications) 2019. 172 Seiten.

Neuausgabe des zuerst 1914 bei Echoes of Service erschienenen autobiografischen Missionsberichts von Frederick Stanley Arnot (1858–1914).


cargillbrown3Bert Cargill / James Brown: Traditions to Treasure. “Hold fast that which is good” (1 Thess 5.21). Christian Heritage Series 3. Kilmarnock (Ritchie) 2019. 242 Seiten.

Der dritte Band der „Christian Heritage Series“, die auf Artikel im Believer’s Magazine zurückgeht, ist zum großen Teil der Brüderbewegung gewidmet. Enthalten sind u.a. Kapitel über John Nelson Darby (S. 25–33), John Gifford Bellett (S. 34–39), Lord Congleton (S. 40–45), Robert Cleaver Chapman (S. 46–51), George Vicesimus Wigram (S. 52–57), Benjamin Wills Newton (S. 58–63), Charles Henry Mackintosh (S. 64–69), William Kelly (S. 70–75), Samuel Prideaux Tregelles (S. 76–81), Andrew Miller und Edmund Hamer Broadbent (S. 82–87), Edward Denny (S. 118–124), James George Deck (S. 125–129), Joseph Denham Smith (S. 130–133), Albert Midlane (S. 139–143), Joseph Medlicott Scriven (S. 144–149), Mary Peters (S. 156–160), Thomas Newberry (S. 190–195), William Edwy Vine (S. 196–201), George Cutting und Alexander Marshall (S. 202–207), Georg Müller (S. 213–222).


Ann Cleeves: The Long Call. London (Macmillan) 2019. 382 Seiten.

Kriminalroman um einen Detective Inspector, der unter den „Barum Brethren“ in Devon aufgewachsen ist und durch seine Ermittlungen in diese Kreise zurückgeführt wird. Die „Barum Brethren“ zeigen einige Ähnlichkeiten mit den Raven-Taylor-Symington-Hales-Brüdern (z.B. Kontaktabbruch mit Aussteigern, Konsum von Whisky), weichen in vielem aber auch davon ab (z.B. Essen mit Ungläubigen, Fernsehen, Kremation). Das Buch wurde 2021 als Vierteiler verfilmt.


[John Nelson Darby / George Vicesimus Wigram:] Letters of J. N. Darby. Supplement. Correspondence with G. V. Wigram. Vol. 1: 1838–1855. Chessington (Bible and Gospel Trust) 2019. viii, 446 Seiten. — Vol. 2: 1856–1878. Ebd. 511 Seiten.

Der im Christian Brethren Archive in Manchester lagernde Bestand von ca. 800 Briefen zwischen Darby und Wigram wird hier in sorgfältiger Edition zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Gegensatz zu allen früheren Briefausgaben Darbys erfolgt die Wiedergabe unzensiert und unredigiert, sodass völlig neue Einblicke in Persönlichkeit und Privatleben möglich werden. Die zahlreich erwähnten Orte und Personen sind durch differenzierte Register erschlossen.


despinsGilles Despins: La Bible Darby et son histoire. Sa rédaction, ses objectifs et ses principes. Trois-Rivières, QC (Éditions Impact) 2019. 210 Seiten.

Auch wenn der Autor es offenbar nirgendwo erwähnt, handelt es sich hier um eine gekürzte französische Ausgabe seiner 2015 am South African Theological Seminary eingereichten Dissertation A Critical Assessment of J. N. Darby’s Translation Work. Thema der Arbeit sind die drei mit Darbys Namen verbundenen Bibelübersetzungen (deutsch [Elberfelder], französisch und englisch), deren Entstehungsgeschichte (Kapitel 2), Ziele (Kapitel 3), Prinzipien (Kapitel 4) und Grundtext (Kapitel 5) im Einzelnen untersucht werden.

Da der Autor sich praktisch durchweg auf bereits veröffentlichtes Material stützt, kommt er zu keinen revolutionär neuen Erkenntnissen. Als Primärliteratur zieht er vor allem Darbys Briefe und die Vorworte zu seinen Bibelübersetzungen heran; bei der Sekundärliteratur verlässt er sich zu sehr auf veraltete (z.B. Ischebeck, Ehlert) oder populäre (z.B. Field) Darstellungen. Literatur in deutscher Sprache war ihm offenbar unzugänglich, was sich besonders in den Abschnitten zur Elberfelder Bibel als eklatanter Mangel bemerkbar macht; allein Martin Arhelgers knappe Online-Veröffentlichung zur Geschichte der Elberfelder Bibel ist schon wesentlich zuverlässiger und informativer als alles, was Despins (auf der Grundlage von Ehlert und anderen) über dieses Thema zu sagen weiß. Widersprüchliche Aussagen verschiedener Autoren stellt er teilweise einfach nebeneinander, ohne den Versuch einer Lösung oder Klärung zu unternehmen. So heißt es auf S. 37 (unter Berufung auf Ehlert), der Initiator der Elberfelder Bibel sei ein „F. W. Brockhaus“ gewesen (die Fußnote vermerkt: „Einziger bekannter Hinweis auf diesen F. W. Brockhaus“!), während im nächsten Satz (unter Bezugnahme auf Field) richtig „Carl Brockhaus“ genannt wird (Fußnote: „Manchmal ‚Karl‘ geschrieben“!). Bereits eine einfache Google-Suche hätte dem Autor deutlich machen können, dass es sich hier um ein und dieselbe Person handelt, nämlich Carl Friedrich Wilhelm Brockhaus (1822–1899). In einer weiteren Fußnote ist von „einem gewissen Dr. Alfred Rochat“ die Rede (S. 38, Anm. 74), als ob über diesen Mann außer dem Namen nichts bekannt wäre – wo es doch sogar einen (deutschen) Wikipedia-Artikel über ihn gibt.

Die Kapitel 3–5 über Darbys Übersetzungsziele und -prinzipien sowie den verwendeten Grundtext sind insgesamt von besserer Qualität, auch wenn mir der sprachliche Duktus manchmal seltsam naiv vorkommen will. Das akademische Niveau der in den letzten Jahren aus dem Brethren Archivists and Historians Network hervorgegangenen Arbeiten erreicht diese Dissertation jedenfalls nicht.


Stewart Ennis: Blessed Assurance. Glasgow (Vagabond Voices) 2019. 321 Seiten.

Teilweise autobiografischer Roman über Kindheit und Jugend eines Jungen, der in Schottland unter den – satirisch überzeichneten – Offenen Brüdern aufwächst.


Tim Grass: Ernest and May Trenchard. Evangelical Mission in Franco’s Spain. Studies in Brethren History, Subsidia. Glasgow (Brethren Archivists and Historians Network) 2019. xx, 195 Seiten. — Spanische Ausgabe: Ernesto y Gertrudis Trenchard. La enseñanza que permanece. Aus dem Englischen von Alison Barrett. Madrid (Centro Evangélico de Formación Bíblica) 2019. 288 Seiten.

Biografie eines englischen Missionarsehepaars der Offenen Brüder, das jahrzehntelang in Spanien arbeitete.


James M[acintosh] Houston: Memoirs of a Joyous Exile and a Worldly Christian. Eugene, OR (Cascade Books) 2019. xiv, 140 Seiten.

Autobiografie eines Mitbegründers des Regent College (Vancouver), der von Haus aus den Glanton-Brüdern und später den Offenen Brüdern angehörte.


kurianAlexander Kurian: Faith and Practices of the Brethren. What they are and Why they matter. Ohne Ort (Selbstverlag/Amazon) 2019. 219 Seiten.

Überlegungen eines indisch-amerikanischen Offenen Bruders zu den besonderen Merkmalen von Brüdergemeinden. Für den Autor sind folgende 17 Kennzeichen zentral (S. 39–41):

1. nichtdenominationeller und nichtsektiererischer Charakter (kein besonderer Name)
2. Christus als Mittelpunkt („versammelt zum Namen Jesu“)
3. Autorität der Schrift („Sola Scriptura“)
4. Priestertum aller Gläubigen
5. Beachtung der „vier Säulen“ aus Apg 2,42
6. wöchentliches Brotbrechen
7. offene und spontane Anbetung
8. Gemeinschaft statt Mitgliedschaft
9. Leitung durch mehrere Älteste
10. Selbständigkeit und Unabhängigkeit der örtlichen Gemeinde
11. Glaubensprinzip (kein bezahlter Dienst)
12. antiochenisches Missionsmodell (örtliche Gemeinde sendet Missionare aus)
13. Schweigen und Kopfbedeckung der Frauen
14. keine Wundergaben in der heutigen Zeit
15. freiwillige Spenden (keine Verpflichtung zum Zehnten)
16. Betonung der Jüngerschaft und eines aufopferungsvollen Lebens
17. Naherwartung des Herrn Jesus

Das (typografisch leider sehr laienhaft gestaltete) Buch ist über Amazon erhältlich.


Fares Marzone: The Reformation and the Brethren Movement in Italy. Foreword by T[homas] J. Marinello. Lockerbie (OPAL Trust) 2019. xii, 210 Seiten.

Wie der Titel nahelegt, bietet das Buch einen Abriss der Geschichte der Reformation (S. 11–102) und der (Offenen) Brüderbewegung (S. 103–198) in Italien. Zugrunde liegen zwei italienischsprachige Bücher des Autors (La Riforma Protestante, 2017; Fratelli d’Italia e non solo, 2011), aus denen jeweils mehrere Kapitel übersetzt wurden (nach meinem Eindruck nicht immer idiomatisch).


douthwaiteSheila McClure: Letters from Chefoo. Constance Douthwaite’s Life in China 1887–1896. Southampton (Little Knoll Press) 2019. vi, 316 Seiten.

Constance Harriet Douthwaite geb. Groves (1867–1896) war eine Tochter von Edward Kennaway Groves (1836–1917) und somit eine Enkelin von Anthony Norris Groves (1795–1853). Als 19-Jährige reiste sie, empfohlen von der Bethesda-Gemeinde in Bristol, mit der China-Inland-Mission nach Chefoo in China aus. 1890 heiratete sie dort den 19 Jahre älteren, verwitweten Missionsarzt Arthur William Douthwaite (1848–1899). Bereits sechs Jahre später verstarb sie jedoch, vier Wochen nach der Geburt ihres vierten Kindes. Während ihrer Zeit in China schrieb sie über 200 Briefe an ihre Familie in Bristol, die hier, herausgegeben von ihrer Urenkelin, erstmals im Druck erscheinen.


Bruce McLennan: Pioneering in ‘The Beloved Strip’, 1881–1931. Assembly Missionary labour in Angola, Belgian Congo and Northern Rhodesia. Kilmarnock (Ritchie) 2019. 307 Seiten.

Die als „The Beloved Strip“ bezeichnete afrikanische Region war ein bevorzugtes Missionsgebiet der britischen Offenen Brüder (Frederick Stanley Arnot, Dan Crawford u.a.). Das Buch stellt die ersten 50 Jahre dieser Arbeit erstmals zusammenhängend dar.


bmww2019Ken und Jeanette Newton (Hrsg.): The Brethren Movement Worldwide. Key Information 2019. 5th edition. Lockerbie (OPAL Trust) 2019. xxviii, 346 Seiten.

Die 3. Auflage dieses Buches (2011) habe ich bereits früher hier vorgestellt. In der aktualisierten Neuausgabe sind 117 Länder enthalten; neu hinzugekommen sind Finnland, Schweden, Kroatien, Griechenland, Nigeria, Puerto Rico, die Dominikanische Republik, Haiti, Ecuador, Surinam, Libanon, Iran, Bhutan, Korea, Indonesien und Tuvalu. Gestrichen wurden die Republik Kongo, Mauritius und Neukaledonien, da die Herausgeber aus diesen Ländern seit mehreren Auflagen keine aktuellen Informationen mehr erhalten haben.

Der Abschnitt über Deutschland (S. 121–128) wurde grundlegend überarbeitet (vermutlich von Lothar Jung; S. 128) und listet nun minutiös alle Zeitschriften, Arbeitskreise und Werke der Freien Brüder und der AGB-Gemeinden auf. Die in der vorigen Auflage noch genannten „blockfreien“ Verlage und Zeitschriften (CLV, Daniel, Rigatio, Zeit & Schrift) fielen dabei leider gänzlich unter den Tisch. Bei den statistischen Angaben wurden nur die der Freien Brüder aktualisiert (wobei die Zahl der Gemeinden auffallenderweise stark nach unten korrigiert werden musste: von 265 auf 190!), während die übrigen Daten auf dem Stand von 2015 geblieben sind (was den Eindruck erhärtet, dass ein Freier Bruder für die Überarbeitung verantwortlich war).

Das Buch ist auch online lesbar, kann im Gegensatz zu früheren Auflagen aber nicht mehr als PDF heruntergeladen werden.


Henry Pickering (Hrsg.): Chief Men among the Brethren. Newtownards, Nordirland (Crimond House Publications) 2019. 352 Seiten.

Nachdruck der klassischen Sammlung von „Brüder“-Biografien, neu gesetzt und alphabetisch geordnet. Dass es sich um ein ca. 100 Jahre altes Werk handelt (1. Auflage 1918; 2., erweiterte Auflage 1931), wird seltsamerweise nirgendwo erwähnt. Die Qualität der faksimilierten Bilder lässt teilweise zu wünschen übrig.


Thomas Riedel: Entstehung und Entwicklung der „Elberfelder Bibel“ (Neues Testament) von der Erstübersetzung bis heute: Eine Untersuchung des Übersetzungsansatzes und eine kritische Würdigung. M.Th. Thesis, University of South Africa 2019. 195 Seiten.

Diese hochinteressante Arbeit ist zwar (bisher) nicht als Buch erschienen, aber online im Volltext verfügbar. Sie stellt zunächst „Ziele und Übersetzungsansatz“ der Elberfelder Bibel dar (S. 15–47) und untersucht anschließend „die praktische Umsetzung dieses Ansatzes anhand von drei ausgewählten Kapiteln des Neuen Testamentes“, nämlich Lk 1–2, Röm 6 und 2Petr 3 (S. 48–134). „Eine Einordnung in die aktuelle Übersetzungsdiskussion und Vorschläge für die Weiterentwicklung dieser Übersetzung runden die Arbeit ab“ (S. 135–165).


Valerie Elliot Shepard: Devotedly, The Personal Letters and Love Story of Jim and Elisabeth Elliot. Nashville, TN (B & H) 2019. 285 Seiten.

Auf der Grundlage von bisher teilweise unveröffentlichten Briefen und Tagebüchern wird hier die Liebesgeschichte zwischen dem Missionar Jim Elliot (1927–1956), der aus einer Offenen Brüdergemeinde stammte, und seiner späteren Frau Elisabeth Howard (1926–2015) nachgezeichnet. Die Autorin ist die 1955 geborene Tochter der beiden.


David A[ndrew] Smith: The Model Church. Its Essence, Expression, and Goal. Karrinyup, Australien (Snowgoose Media) 2019. xi, 196 Seiten.

Eine theoriegesättigte ekklesiologische Abhandlung, die mit zwei „Fallstudien“ schließt: einer historischen über die Brüderbewegung im 19. Jahrhundert (S. 107–161) und einer aktuellen über den „progressiven“ Flügel der Offenen Brüder in Australien („Christian Community Churches of Australia“; S. 163–184).


spinksJohn D. Spinks: Cult Escape. My Journey to Freedom. Ohne Ort (Selbstverlag/Amazon) 2019. 195 Seiten.

Der Boom der Raven-Taylor-Aussteigerliteratur setzt sich fort: Nach Ngaire Thomas (2004, ²2005), Em Amosa (2007), David Tchappat (2009), Lindsey Rosa (2010), James Bell (2014), Peter Wycherley Harrison (2014), Joy Nason (2015), John L. Fear (2016) und Rebecca Stott (2017) ist dies nun schon mindestens der zehnte Vertreter dieses Genres innerhalb von 15 Jahren. Spinks verließ die Raven-Taylor-Brüder 1988 im Alter von 22 Jahren; der größere Teil seines Buches handelt allerdings von der Zeit danach und versucht Lesern in ähnlichen Situationen Hilfestellung zu geben. Wie den meisten selbst verlegten Büchern mangelt es auch diesem an der straffenden, glättenden und ordnenden Hand eines Lektors. Parallel zum Buch hat der Autor eine Website mit Beratungsangebot eingerichtet.


Mark R. Stevenson: Die Brüder und die Lehren der Gnade. Wie stand die Brüderbewegung des 19. Jahrhunderts zur calvinistischen Heilslehre? Aus dem Englischen von Alois Wagner. Bielefeld (CLV) 2019. 476 Seiten.

Die amerikanische Originalausgabe dieser Dissertation, The Doctrines of Grace in an Unexpected Place (2017), habe ich vor zwei Jahren kurz vorgestellt; eine ausführlichere Besprechung der deutschen Übersetzung erschien bereits in Zeit & Schrift 6/2019 und auf der Hauptseite von bruederbewegung.de, sodass ich hier auf weitere Erläuterungen verzichten kann. Das Buch steht auf der Website des Verlags auch zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Rebecca Stott: Erlöst. Mein Weg aus der Sekte. Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence. München (btb) 2019. 383 Seiten.

Obwohl die Raven-Taylor-Brüder in der deutschen Öffentlichkeit praktisch keine Rolle spielen, hielt die Verlagsgruppe Random House es offenbar für erfolgversprechend, Rebecca Stotts Aussteigerbiografie In the Days of Rain (2017) auch hierzulande auf den Markt zu bringen. Im Klappentext wird die Glaubensgemeinschaft denn auch gar nicht beim Namen genannt, sondern es ist nur von einer „ultra-konservativen“ bzw. „fundamentalistischen christlichen Sekte“ die Rede. Die Übersetzung macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck; die von Stott verwendete Bezeichnung (Exclusive) Brethren wurde unübersetzt gelassen, was sicher keine schlechte Idee war.

Von den deutschen Feuilletons scheint das Buch (das jetzt knapp zwei Monate auf dem Markt ist) bisher noch nicht beachtet worden zu sein; auch bei Amazon findet sich derzeit noch keine einzige Kundenrezension. Auf einige Stärken und Schwächen hatte ich bei meiner Vorstellung der englischen Originalausgabe vor zwei Jahren hingewiesen.


tillMichael Till: Crusader with Compassion. Dr Walter Hadwen, Gloucester GP, 1854–1932. Gloucester (Hobnob Press) 2019. 192 Seiten.

Der Arzt Walter Hadwen ist einer der wenigen „Brüder“, die außerhalb der Brüderbewegung bekannter sind als innerhalb: Er war zu Lebzeiten einer der führenden Tierversuchs- und Impfgegner Großbritanniens. Die Biografie interessiert sich daher auch mehr für sein medizinisches Wirken als für seine Glaubensüberzeugungen. Hadwen trat als junger Erwachsener wahrscheinlich den Geschlossenen Brüdern bei und wechselte nach den Trennungen der 1880er Jahre (Stuart?) zu den Offenen Brüdern.


Terence-Pablo Wickham Ferrier: Renovarse o morir. Pasado, presente y futuro de las Asambleas de Hermanos. Barcelona (wobebo/Bibliasfera) 2019. 174 Seiten.

Überlegungen eines englischstämmigen Missionars zur Situation der Offenen Brüdergemeinden in Spanien. Die Haltung des Autors ist konservativer, als es der Titel vermuten ließe („Erneuern oder Sterben: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Brüdergemeinden“).


David Woodbridge: Missionary Primitivism and Chinese Modernity. The Brethren in Twentieth-Century China. Studies in Christian Mission 54. Leiden/Boston (Brill) 2019. xi, 173 Seiten.

Buchausgabe der Dissertation des Autors von 2012 (die auch online zugänglich ist). Behandelt werden vor allem die missionarischen Aktivitäten von Echoes of Service (Kapitel 1, 3, 4, 5) und die Little-Flock-Bewegung von Watchman Nee (Kapitel 2).


Richard Yarrall: From Poverty Bay to Riches Untold. Auckland, Neuseeland (Castle Publishing) 2019. 434 Seiten.

Autobiografie eines neuseeländischen Missionars der Offenen Brüder, der in Kolumbien und Los Angeles arbeitete.


AUFSÄTZE


bhr2018Ausgabe 15 (2019) der Brethren Historical Review enthält (neben etlichen Rezensionen) die folgenden Beiträge:

Bill Anderson: „Andersons and Chrystalls: Scottish Pioneers in Aotearoa/New Zealand (S. 1–11)
P[aul] David Wilkin: „Education at Chitokoloki, 1914–1924: The Vision of George Suckling (S. 12–39)
William E. Buntain: „The Exclusive Brethren, Watchman Nee, and the Local Churches in China (S. 40–72)
Jonathan Side: „Some Reflections on the Life and Scientific Work of Robert Rendall (1898–1967) (S. 73–82)
Michael Schneider: „New Writing on Brethren History (S. 83–88)
Timothy Stunt: „Philip Murray Jourdan McNair (1924–2018) (S. 142–145)
S[amuel] J[ames] McBride / N[eil] Dickson: „David Willoughby Gooding (1925–2019) (S. 146–149)
Neil Dickson: „Richard Stephen Saunders (1930–2018) (S. 150–153)

Besonders hervorheben möchte ich hier den Nachruf auf Philip McNair. Der aus dem Exklusiven Brüdertum stammende, um 1960 in die Church of England übergetretene Experte für italienische Literatur verfasste u.a. eine Biografie John Nelson Darbys von offenbar herausragender Qualität, deren Veröffentlichung er jedoch aus Bescheidenheit und Perfektionismus zeitlebens verweigerte. Von den wenigen, die sie bisher zu Gesicht bekamen, wurde sie in den höchsten Tönen gelobt; Max Weremchuk etwa schrieb 2004 auf My Brethren, sie sei wie die Mona Lisa im Vergleich mit dem Gekritzel eines dreijährigen Kindes und habe ihm selbst jeden Mut genommen, mit der Überarbeitung seines eigenen Darby-Buches fortzufahren. Marion Field konnte sie für ihre Darby-Biografie von 2008 immerhin nutzen und mehrmals daraus zitieren. Dem Vernehmen nach besteht die Chance, dass das nachgelassene Typoskript nun in ein Archiv überführt und der Forschung zugänglich gemacht werden kann.

Philip McNair veröffentlichte übrigens 1986 einen Artikel über die Brüderbewegung in der Zeitschrift Christian History und gab 2008 im Selbstverlag Briefe seines Vaters aus dem Ersten Weltkrieg heraus (A Pacifist At War: Military Memoirs of a Conscientious Objector in Palestine, 1917–1918).


Offene Türen 111 (2019), Heft 4 brachte einige kurze Beiträge aus dem Arbeitskreis „Geschichte der Brüderbewegung“ zum 100-jährigen Jubiläum des Umzugs der Bibelschule von Berlin nach Wiedenest:

Gerd Goldmann: „100 Jahre Bibelschule in Wiedenest. Historisches vom Arbeitskreis ‚Geschichte der Brüderbewegung‘“ (S. 18)
Hartmut Wahl: „Bibelschule Wiedenest: Weltweite Wirkungen (S. 18f.)
Erich Sauer: „Von Berlin nach Wiedenest – der Weg der Allianz-Bibelschule (S. 19)
Hartmut Wahl: „Johannes Warns – Lehrer freier Gemeinden (S. 20)
Horst Afflerbach: „Erich Sauer und die Bibelschule (S. 21)
Hartwig Schnurr: „Ernst Schrupp (S. 22)


Gisa Bauer / Paul Metzger: „Brüderbewegung (auch: Brüdergemeinden, Brüderversammlungen, Christliche Versammlungen, Freier Brüderkreis, Darbysten, Plymouth-Brüder)“. In: dies.: Grundwissen Konfessionskunde. UTB 5254. Tübingen (Narr Francke Attempto) 2019. S. 238–241.

Ein grundsätzlich brauchbarer Überblick, auch wenn (oder gerade weil) vieles offenkundig aus der Wikipedia übernommen wurde (ohne Quellennachweis). Unscharf dargestellt sind die Trennungsgründe von 1848; falsch ist die Behauptung, dass Raven sich 1890 von der Brüderbewegung getrennt hätte und die Mehrheit in Nordamerika ihm gefolgt wäre. Bei der Auflistung der verschiedenen Brüdergruppen in Deutschland bleiben die „blockfreien“ Gemeinden unberücksichtigt.


John Bennett: „Major-General Sir Charles H. Scott, KCB, RA 1848–1919“. In: Precious Seed 74 (2019), Heft 1, S. 15.

Kurzes Lebensbild zum 100. Todestag des Offenen Bruders Charles Henry Scott am 6. Oktober 2019 (auch online).


Kate Brooks: „In this Age of Wonders: Exploring the Myth of George Muller“. In: Question. Essays & Art from the Humanities 4 (2019), S. 58–65, 115–118.

Annäherung an Georg Müller aus säkular-atheistischer Perspektive (auch online). Die Autorin ist die Urenkelin eines von Müller aufgenommenen Waisenjungen.


Bert Cargill: „Joseph Medlicott Scriven (1819–1886)“. In: Precious Seed 74 (2019), Heft 3, S. 28f.

Scriven war der Dichter des Liedes What a Friend We Have in Jesus (Welch ein Freund ist unser Jesus). Geboren in Irland, wo er während seines Studiums auch mit den „Brüdern“ in Verbindung kam, wanderte er später nach Kanada aus und arbeitete dort als Lehrer, Holzfäller, Farmarbeiter und Evangelist. Gleich zwei Verlobungen scheiterten durch den tragischen Tod der Verlobten (1843 und 1860). Gegen Ende seines Lebens litt Scriven an Depressionen; ob sein Tod in einem Mühlenteich ein Unfall oder Selbstmord war, blieb ungeklärt.

Der Gedenkartikel erschien zum 200. Geburtstag am 10. September 2019 und ist auch online zugänglich; als Name des Autors wird hier allerdings „Mitchell Cargill“ angegeben, und das zunächst beigegebene Bild zeigte nicht Scriven, sondern den Komponisten von What a Friend We Have in Jesus, Charles Crozat Converse (1832–1918).


María Eugenia Cornou: „Formative Worship ‘at the End of the World’: The Worship Practices of Methodists, Baptists and Plymouth Brethren in the Emergence of Protestantism in Argentina, 1867–1930“. In: Studies in World Christianity 25 (2019), S. 166–186.

Von diesem Artikel war mir nur ein Abstract zugänglich, aber der Titel scheint deutlich zu benennen, worum es geht.


Bernard Ineichen: „Losing the rapture: escaping from fundamentalist Christian belief“. In: Mental Health, Religion & Culture 22 (2019), S. 661–673.

Vergleich der Lebensläufe von vier Aussteigern aus „fundamentalistischen“ Gruppen. Zwei davon haben mit der Brüderbewegung zu tun: Edmund Gosse (1849–1928), Sohn des Naturforschers Philip Henry Gosse, verbrachte seine ersten Lebensjahre unter den Offenen Brüdern (von denen sich die Familie allerdings bereits 1857 löste, was im Artikel – wie auch sonst häufig – ignoriert wird); Rebecca Stott (* 1964) stammt aus einer Familie der Raven-Brüder, die sich nach Aberdeen 1970 von James Taylor junior trennte.


Keith Keyser: „Homecall: David Gooding (September 16, 1925 – August 30, 2019)“. In: Cornerstone 3 (2019), Heft 6, S. 14.

Nachruf auf den bekannten Alttestamentler, der den Offenen Brüdern angehörte und viel mit John Lennox zusammenarbeitete (auch online verfügbar). Von seinen zahlreichen Publikationen wurden etliche auch ins Deutsche übersetzt (zuletzt Das Evangelium nach Lukas und In der Schule des Meisters).


Daniel J. King: „Filled with a Hallowed Presence: Abundant Events in the Lives of George Müller and Amanda Berry Smith“. In: Fides et Historia 51 (2019), S. 143–152.

In Auseinandersetzung mit dem Buch History and Presence von Robert A. Orsi untersucht der Autor die Spiritualität von Georg Müller und Amanda Berry Smith, einer amerikanischen Evangelistin der Heiligungsbewegung.


Andreas Liese: „Die evangelischen Freikirchen in der Zeit des Nationalsozialismus“. In: Eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft. Freikirchliche Perspektiven auf das Verhältnis von Kirche und Staat. Beiträge einer internationalen Tagung des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Kooperation mit der Theologischen Hochschule Elstal, Berlin, 6. und 7. Dezember 2017. Hrsg. von Martin Rothkegel und Reinhard Assmann. Schriftenreihe des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung 30. Berlin (Gesellschaft zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung) 2019. S. 255–286.

Der Aufsatz beschreibt die „überwiegend unkritische Haltung deutscher Freikirchler gegenüber dem Nationalsozialismus“ (Vorwort der Herausgeber, S. 17) und geht dabei auch auf die Brüderbewegung ein.


Andreas Liese: „‚Zum Fluch für die Nationen gesetzt‘? Die Geschlossenen Brüder und ihr Verhältnis zum jüdischen Volk“. In: Freikirchenforschung 28 (2019), S. 189–213.

Der Autor untersucht ausführlich die 1934/35 geführte briefliche Diskussion zwischen Wilhelm Stücher, Fritz von Kietzell, Franz Kaupp und David Kogut, auf die er 2018 bereits in seinem Lebensbild Koguts hingewiesen hatte, und ordnet sie in die Israeltheologie der Geschlossenen Brüder ein, wobei er Äußerungen von 1840 (John Nelson Darby) bis 2017 (Ernst-August Bremicker) heranzieht.


Alastair Noble: „Plymouth Brethren“. In: ders.: Born in a Golden Age. Reflections on Faith, Family and Fallacies. Kilmarnock (Ritchie) 2019. S. 40–69.

Porträt der Brüderbewegung (Geschichte, Merkmale, Herausforderungen) von einem der derzeit führenden Offenen Brüder Schottlands.


Alexander Rockstroh: „Frömmigkeitsformen in der Brüderbewegung“. In: Die Gemeinde [74] (2019), Heft 3, S. 8f.

Der neue Geschäftsführer der AGB, der ursprünglich aus der Landeskirche stammt, beschreibt in diesem Beitrag, „welche Ausdrucksformen der Frömmigkeit er innerhalb der Brüderbewegung besonders schätzt“ (auch online).


Gerrid Setzer: „Johannes Meyer. Er schonte sein Leben nicht. 05.04.1814 – 01.09.1847“. In: Treue und Hingabe. Hrsg. von Alexander Schneider und Gerrid Setzer. Hückeswagen (CSV) 2019. S. 106–117.

Der gebürtige Schweizer Johannes Meyer wurde bei der Basler Mission und bei der Londoner Church Missionary Society zum Missionar ausgebildet, trennte sich aber 1839 von Letzterer und schloss sich den „Brüdern“ an. 1840 heiratete er und reiste nach Britisch-Guayana aus, wo Leonard Strong (1797–1874) bereits seit einigen Jahren wirkte. Nach siebenjähriger aufopferungsvoller Missionstätigkeit starb er 1847 an einem Fieber.

Das in erzählender Form geschriebene, in erster Linie wohl an junge Leser gerichtete Lebensbild ist wahrscheinlich die erste Veröffentlichung über Meyer aus der deutschen Brüderbewegung seit Emil Dönges’ Artikel von 1906 („Johannes Meyer, das Lebensbild eines treuen Mannes aus dem vorigen Jahrhundert“, Botschafter des Friedens 16 [1906], S. 35–44, 47–51; auch als Separatdruck erschienen).


Für Hinweise auf weitere, von mir übersehene Neuerscheinungen bin ich dankbar!