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„Offene Türen“ 1909–13 online

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Erste Ausgabe der „Offenen Türen“

Die Zeitschrift Offene Türen, die heute die Oberzeile „Das Wiedenester Magazin“ trägt, erschien zum ersten Mal im April 1909 als Doppelheft („No. 1 u. 2“) mit dem Untertitel Mitteilungen aus dem Werke des Herrn in Ungarn, Rumänien und den Balkanländern. Herausgeber war Christian Schatz (1869–1947) in Verbindung mit Edmund Hamer Broadbent (1861–1945), Albert von der Kammer (1860–1951) und Johannes Warns (1874–1937). Parallel erschien das Blatt Central-Asien: Mitteilungen aus Turkestan, Chiwa, Buchara, herausgegeben von Johannes Warns. Schon nach jeweils einer Ausgabe wurden die beiden Zeitschriften zusammengelegt, und zwar unter dem Titel Offene Türen: Mitteilungen aus dem Werk des Herrn. Als Herausgeber firmierte weiterhin Christian Schatz mit seinen drei Mitarbeitern, die Nummerierung begann mit „Heft 2“. Bereits im nächsten Heft schieden Broadbent und von der Kammer als Mitherausgeber aus, und Warns und Schatz wurden gleichberechtigte Hauptherausgeber. Ab Heft 4/1912 gab Warns die Zeitschrift allein heraus.

Die Missionare, die mit den Offenen Türen in Verbindung standen, wirkten zunächst oft auch in mennonitischen Kreisen. Daher haben die Betreiber der Website Chortitza: Mennonitische Geschichte und Ahnenforschung die ersten fünf Jahrgänge der Zeitschrift dankenswerterweise digitalisiert und ins Netz gestellt. Leider ist die Liste der einzelnen Hefte sehr unübersichtlich, da nicht chronologisch geordnet; hier ein systematischer Überblick mit Direktlinks zu den PDF-Dateien (jeweils 3–8 MB Umfang):

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Einzige Ausgabe von „Central-Asien“

Central-Asien

Offene Türen 1909

Offene Türen 1910

Offene Türen 1911

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Erstes von Warns allein herausgegebenes Heft

Offene Türen 1912

Offene Türen 1913

Artikel über Toni von Blücher

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Toni von Blücher

Ausgabe 4/2011 der Wiedenester Zeitschrift Offene Türen enthält einen Artikel von Gerd Goldmann zum 175. Geburtstag von Toni von Blücher, Mitbegründerin der Gemeinde Berlin-Hohenstaufenstraße (S. 6–8). Mit anderem Titel, leichten Kürzungen am Anfang und einer Glättung am Ende ist er auch in der Perspektive 7–8/2011 abgedruckt. Die Glättung am Ende ist bemerkenswert. In Offene Türen heißt es:

Die biblische Wahrheit von der Einheit des Leibes Christi ist eine der großen Entdeckungen, die die Brüderbewegung geprägt hat. Die exklusive Seite versuchte, durch Absonderung von den „christlichen Systemen“ (und damit leider auch von den Christen) einen „Boden“ zu schaffen, auf dem sich diese Einheit praktisch vollziehen sollte. Dieser Gedanke hat in der Geschichte keinerlei Bestätigung Gottes erfahren. Mir ist kein Ort bekannt, an dem sich die Christen auf diesem „Boden der Einheit“ zusammenfanden.

In der Perspektive dagegen:

Die biblische Wahrheit von der Einheit des Leibes Christi ist eine der großen Entdeckungen, die die Brüderbewegung geprägt hat. Der Versuch, durch Absonderung von den „christlichen Systemen“ einen „Boden“ zu schaffen, auf dem sich diese Einheit praktisch vollziehen kann, hat sich nicht bestätigt.